Media-Glossar Kino
Schnelle Antworten auf Media-Fragen liefert der von
LEIBRECHT® Marketing Networkfür die CAG
realisierte Media-Glossar. Die wichtigsten Begriffe, Methoden
und Instrumente rund um Mediaplanung,
Markforschung und die Kinobranche.
Stichwortverzeichnis - Übersicht
A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | P | R | S | T | V | W | Z
Abspieleinheit
Bezeichnet die buchbare Einheit im Kino. Die Abspieleinheit
kann aus 1 bis max.3 Kinosälen [in einem Haus]
bestehen und wird durch die Werbeverwaltungen
festgelegt. Diefestgelegte
Abspieleinheit wird an die IVW gemeldet.
A.C.Nielsen
Amerikanisches Marktforschungsinstitut mit deutschen
Niederlassungen: Die A.C.NielsenWerbeforschung
S+P in Hamburg beschäftigt sich mit der Beobachtung des
Werbemarktes.Sie stellt quartalsweise die
Brutto-Werbeumsätze in den wichtigsten
Mediengattungen[Radio, TV, Zeitschriften etc.]
gemäß der hierarchischen
Nielsen-Marktsystematikfest. Bei der Erfassung
und Analyse der Brutto-Werbeumsätze in Deutschland
istdie A.C.Nielsen Werbeforschung Monopolist.
A.C.Nielsen EDI [Entertainment Data Incorporation] in
München beschäftigt sichmit der Filmbranche und
bietet verschiedene Dienste von täglichen
Einspielergebnissenbis hin zu individuellen
Marktanalysen an. Diese
Marktsystematikgliedert sich hierarchisch nach
Wirtschaftsbereichen, Produktgruppen und
-familien.über 50.000 Produkte werden
regelmäßig beobachtet. Mit Einführung des
neuenBuchungsprogrammes bei CAG entsprechen
unsere Produktnummern dieser
NielsenMarktsystematik.
CAG erhält von EDI Nielsen die wöchentlichen Besucherzahlen der laufenden Kinofilme.
Ad-hoc-Studie [lat. = eigens zu diesemZweck gemacht]
Eine kurzfristig durchgeführte Studie, um aktuelle Fragestellungen zu beantworten.
AE [=Annoncen-Expedition]
Agenturvergütung, auch Mittlerprovision genannt, in Höhe
von 15% des Werbevolumens,die die Agentur für
ihre Mittlerfunktion zwischen Kunde und Medium und
ihrerHaftung gegenüber dem Medium erhält.
Affinität
Anteil einer bestimmten Zielgruppe an der Nutzerschaft
eines Mediums im Verhältniszum Anteil dieser
Zielgruppe an der Gesamtbevölkerung. Die Affinität wird
alsIndex dargestellt. Ein
Indexwert über 100 bedeutet, dass einMerkmal im
Verhältnis zur Grundgesamtheit überproportional ausgeprägt ist.
AG.MA [Arbeitgemeinschaft Media-Analysee.V.]
Ein Zusammenschluss von Werbungtreibenden, Agenturen und
Medien [Verlage, Hörfunk,TV-Sender und
-Vermarkter]. Die AG.MA führt zweimal jährlich die
Media-Analyse[MA]
durch. Stellvertretend für die Vermarkter von
Kinoleinwändenist der FDW Mitglied der AG.MA.
Als passives Mitglied hat er nur Zuhörerstatus.
Ausschöpfung
Die Ausschöpfung gibt an, wieviele Personen der Stichprobe
tatsächlich befragtwurden [realisierte
Interviews]. Sie wird in % ausgedrückt.
Auswahlverfahren
Bezeichnet die Technik, nach der eine Stichprobe gezogen
wird. Im allgemeinenunterscheidet man zwischen
der Zufalls- und
Quotenauswahl. [sieheauch
Zufalls- oder Quotenstichprobe]
AWA [Allensbacher Werbeträgeranalyse]
Vom Institut für Demoskopie in Allensbach jährlich
durchgeführte Markt-Media-Analysemit dem Ziel,
die Mediennutzung, Konsumgewohnheiten, Besitz und
Anschaffungsabsichtvon Gebrauchsgütern sowie
Einstellungen und Verhaltensweisen der deutschen
Bevölkerungab 14 Jahre zu untersuchen. Es wird
ein breites Spektrum von Fragen zu
Life-Style,Produkt-und Markenwerbung
gestellt. Die Unterschiede der
AWAzu anderen Analysen sind: - Die niedrigere
Fallzahl [ca. 20.000] als. z.B. inder MA [ca.
26.000].
Eine Quoten- anstatt einer Zufallsstichprobe.

Basis [= Grundgesamtheit]
Die Basis ist die Grundgesamtheit [GG] und damit die
Bezugsgröße, um Ergebnissein Relation zu
setzen.z.B. ist die Basis in der MA gleich der
Bevölkerunggesamt über 14 Jahre = 64,1 Mio..
BIK
Das BIK-Modell definiert Regionen in Deutschland aufgrund
von Pendlerverhalten.Die größten Regionen
gliedern sich wie folgt.
BIK-Großstadtregionen: mehr als 750.000 Einwohner
BIK-Stadtregion: 100.000 bis unter 750.000 Einwohner
(unterteilbar in: 100.000 bis unter 250.000 Einwohner und 250.000 bis unter750.000)
BIK Aschpurwis + Behrens GmbH
Feldbrunnenstraße 7
D-20148 Hamburg
Tel 040-41 47 87
Fax 040-41 47 87-15
www.bik-gmbh.de
Die Regionen sind besonders interessant für die
Kinowerbung, da nicht nur einzelneStädte mit
ihrer Einwohnerzahl berücksichtigt werden können, sondern auch
dieumliegenden Orte mit einbezogen werden.
Brutto-Reichweite
Die Summe aller erzielten Kontakte von Personen mit einem
oder mehreren Medien,ausgewiesen in Mio. oder
in %. Die Brutto-Reichweite gibt nur die Zahl der
insgesamtanfallenden Kontakte an, sagt jedoch
nichts über die Anzahl der erreichten
Personenaus.
Formel a: Kontakte pro Woche x Anzahl Wochen
Formel b: Netto-Reichweite x Durchschnittskontakte
[siehe auch Netto Reichweite]
[Kontakt, Durchschnittskontakt]

CAPI [= Computer Assisted Personal Interviewing]
Ein face-to-face Interview, bei dem die Antworten direkt in
den Computer [meistNotebook] eingegeben
werden.[siehe CATI, Erhebungsverfahren
CATI[= Computer AssistedTelephone Interviewing]
Ein computergestütztes Telefon-Interview, bei dem die
Antworten direkt elektronischerfasst
werden.[siehe auch CAPI Erhebungsverfahren
Clusteranalyse
Ein statisches Verfahren mit dem Zweck, aus einer
Gesamtheit Gruppen von Individuengleichen Typs
zu bestimmen. In der Marktforschung wird dieses Verfahren
häufigangewandt, um Typologien zu erstellen.
Cinegraph
Die CAG Marktforschung setzt dieses Tool ein, um die
Eignung von Werbefilmenfür das Kino und deren
Attraktivität zu prüfen. Der Vorteil dieses
Instrumentsbesteht darin, dass die Wirkung von
Kinowerbung unter realen Bedingungen
nachgewiesenwerden kann. Direkt während der
Präsentation im Kino wird mittels eines
speziellenMessgerätes [Perception Analyzer] die
unmittelbare Wirkung des Werbefilms
gemessen.Zusätzlichbesteht die
Möglichkeit, qualitative Gruppendiskussionen mit den
Testpersonendurchzuführen.
Cross Media
Bezeichnet die inhaltliche Vernetzung einzelner
Werbeinstrumente wie z.B. Sponsoring,Promotion,
Event-Marketing, um mit einem einheitlichen Markenauftritt eine
gesteigerteWerbewirkung zu erzielen.

Deutscher Werberat
Die Institution hat folgende Aufgaben: Konfliktregelung
zwischen Beschwerdeführernaus der Bevölkerung
und werbenden Firmen im Falle unlauterer und
irreführenderWerbung, Entwicklung von Regeln
und Leitlinien zur inhaltlichen Gestaltung
vonWerbung sowie Öffentlichkeitsarbeit.
Deutscher Werberat
Villichgasse 17
D-53117 Bonn
Tel 0228-820 92-0
Fax 0228-35 75 83
www.zaw.de
[siehe auch ZAW]
Durchschnittskontakt
Gibt an, wie oft eine Person bei Mehrfachbelegung eines
Mediums oder mehrererMedien im Durchschnitt
erreicht wurde.
Formel: Durchschnittskontakt = Brutto-Reichw. / Netto-Reichw.
[siehe auch OTS = opportunity to see]
[ Brutto-Reichweite, Netto-Reichweite]

Effizienz
Die Wirksamkeit oder Leistungsfähigkeit, oftmals gemessen an der Wirtschaftlichkeit.
Eindrucksqualität
Bezeichnet die Stärke der erzeugten Beachtung eines
Werbeauftritts in einemMedium. Die
Eindrucksqualität wird durch die -> Positionierung und das
Stimmungsumfelddes Mediums
mitbestimmt. Prof. Blothner stellt in seinem
"Gutachtenzu Wirkungsbedingungen und
Kinowerbung" Argumente für die besonderen
Qualitätenvon Kinowerbung dar.
Erhebung
Bezeichnet die systematische Untersuchung, Auszählung oder
Beobachtung einerGesamtheit oder Stichprobe von
Elementen. Sie soll die Häufigkeit,
Intensitätund Beziehung von bestimmten
Merkmalen dieser Elemente
feststellen.z.B.Vollerhebung
[Volkszählung], Teilerhebung meist als Repräsentativerhebung
[z.B.MA, VA]
EMNID [TNS EMNID]
Markt-, Media- und Meinugsforschungsinstitut mit Hauptsitz in Bielefeld.TNSEMNID
Stieghorster Straße 90
D-33605 Bielefeld
Tel 0521-92 57-0
Fax 0521-92 57-333
www.emnid.tnsofres.com
Evaluierung [engl. to evaluate = berechnen,bewerten]
Bezeichnet die Analyse der Leistung von Mediaplänen / Kampagnen.
Externe Überschneidung
Überschneidungen der Nutzerschaften bei Belegung
verschiedener Medien.[sieheauch
interne Überschneidung]

Fallzahl
Die Zahl der Personen, die in einer Stichprobe enthalten
sind.DieFallzahl in der MA beträgt
ca. 26.000.
FDW
Der FDW Werbung im Kino e.V. ist der Verband der
WerbeverwaltungenFDWWerbung im Kino
e.V.
Luegallee 4
D-40545 Düsseldorf
Tel 0211-164 0733
Fax 0211-164 0833
www.fdw.de
Fehlstreuung [= Streuverlust]
Bezeichnet diejenigen durch Werbemaßnahmen erzielte
Kontakte bei Personen, dienicht der definierten
Media-Zielgruppe
angehören.Umkehrbeispiel:Will man
junge Menschen unter 30 Jahren mit Werbung ansprechen, ist das
Kinoaußerordentlich gut geeignet, da es eine
sehr geringe Fehlstreuung aufweist.
FFA [Filmförderungsanstalt]
Die FFA ist eine Bundesanstalt des öffentlichen Rechts mit
dem Zweck der Förderungdes deutschen Filmes.
Darüber hinaus bestätigt sie offiziell die Zahl der
abgerechnetenEintrittskarten der Filmtheater.
Die FFA finanziert sich über eine
sogenannteFilmabgabe der Theater je nach Umsatz.
Zweimal im Jahr veröffentlicht die FFA in ihrer Broschüre
"FFA-intern" allgemeineKinodaten
[Besucherzahlen, Kinoumsatz, Anzahl der Leinwände etc.]. Seit
kurzemveröffentlicht sie auch Analysen aus dem
GfK Panel [Filminhalte und Zielgruppen1 und 2].
FFA Filmförderungsanstalt
German Federal Film Board
Große Präsidentenstr. 9
D-10178 Berlin-Mitte
Tel 030-27577-0
Fax 030-27577-111
www.ffa.de
Frequenz [= Häufigkeit]
Die Fequenzabfrage für Kinobesuch in der MA lautet:
- 2 mal in der Woche oder öfter
- 1 mal in der Woche
- 2-3 mal im Monat
- 1 mal im Monat
- 2-3 mal im Vierteljahr
- 1 mal im Vierteljahr
- seltener
Diejenigen Personen, die einmal im Monat oder
öfter ins Kino gehen,werden als regelmäßige
Kinogänger bezeichnet.
[siehe auch Kernnutzer]
FSK [Freiwillige Selbstkontrolle derFilmwirtschaft]
Jeder Film [auch Werbefilm] muss von der FSK freigegeben
werden. Nur wenn eineFreigabe "ohne
Altersbeschränkung" erfolgt, darf der Werbefilm vor allen
Spielfilmengezeigt werden. Jeder einzelnen
Werbefilmkopie muss eine
FSK-Freigabebescheinigungund Tonnorm
[Tonstandard] beigefügt werden.
Die FSK entscheidet über die altersgerechten
Einsatzmöglichkeiten mit
folgendenFSK-Freigaben: Freigegeben ohne
Altersbeschränkung, ab 6, 12, 16 und 18 Jahre.
Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft
Kreuzberger Ring 56
D-65205 Wiesbaden
Tel 0611-77891-0
Fax 0611-77891-39

Genre [frz., dt. = Filmgattung]
Es gibt z.Zt. keine einheitliche Klassifikation der
Filmgenre. Die von der CAG-Marktforschungin
Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Blothner erforschten Genres lauten:
- Abenteuer- / Katastrophenfilm
- Kriegs- / Antikriegsfilm
- Horrorfilm
- Drama
- Liebeskomödie
- Kinderfilm
- Action- / Agentenfilm
- Kriminalfilm / Thriller
- Science Fiction / Fantasy
- Musik / Tanzfilm
- Liebesdrama
- Zeichentrickfilm
Diese Genre-Klassifikation wird in der CAG Filmstartliste verwendet.
Gewichtung
Eine Rechenoperation, bei der einzelne Variablen [in der
Regel soziodemografischeMerkmale] in der
Stichprobe entsprechend ihrer Ausprägung in der
Grundgesamtheitkorrigiert werden, um eine
möglichst optimale Repräsentativität zu
gewährleisten.Umz.B. in Stichproben
auftretende Verzerrungen zur Grundgesamtheit richtig
zustellen, werden einzelne Personensegmente
ihrer Bedeutung entsprechend umgerechnet.
GfK [Gesellschaft für Konsumforschung]
Die GfK führt u.a. kontinuierlich Panel-Befragungen durch,
bei der die CAG-Marktforschungregelmäßig
bestimmte Fragestellungen zum Kino als Ad-hoc-Studie beauftragt.
GfK GmbH
Nordwestring 101
90319 Nürnberg
Tel 0911-39 52 257
GRP [engl. = Gross Rating Point]
Entspricht der Brutto-Reichweite in %. Der GRP selbst wird
aber ohne % ausgedrücktund ist ein sehr grobes
Maß zur Beurteilung von Mediaplänen.
GRP ist der Anteil aller erreichten Personen multipliziert
mit der durchschnittlichenAnsprachehäufigkeit
[Durchschnittskontakt].Um 400 GRP´s zu
erreichen,müssen beispielsweise 80% der
Zielgruppe durchschnittlich 5 mal
angesprochenwerden. Dieselbe Leistung kann aber
auch mit 50% der Zielgruppe und 8
Durchschnittskontaktenerreicht werden.
[Reichweite, Potenzial]
Grundgesamtheit
Die Grundgesamtheit sind alle Personen, die durch die
Stichprobe einer Untersuchungrepräsentiert
werden.
GWA [Gesamtverband Werbeagenturen e.V.]
Ein Zusammenschluss von über 100 Werbeagenturen. Ziel ist
die Verbesserung derLeistungstransparenz von
Werbemedien, Förderung der Effizienz und
Kreativitätin der werblichen Kommunikation,
Aus- und Weiterbildung usw.
GWA
Friedensstr. 11
D-60311 Frankfurt/Main
Tel 069-25 6008-0
Fax 069-23 6883

Hochrechnung
Umrechnung der in einer Stichprobe ermittelten
Größenordnungen auf absoluteZahlen der
Grundgesamtheit, auch Projektion genannt.
Es ist unbedingt zu beachten, dass die Hochrechnung einer
Schwankungsbreiteunterliegt, die von der
Stichprobengröße abhängt. Je größer die
Stichprobengrößeist, desto kleiner wird die
Schwankungsbreite.Beträgt der
Kinobesucheranteilin einer Stichprobe von z.B.
2000 Fällen 20% [= 400 Fälle] so ergäbe das
beieiner Grundgesamtheit von 64,1 Mio. eine
Hochrechnung von 12,8 Mio. [2000 /400 =
64.100.100 / x].

Image [engl. dt. = Bild, Vorstellung]
Bezeichnet die Gesamtheit aller Vorstellungen und
Einstellungen zu einem Produkt,einer Marke,
einem Medium usw.
Index
Eine Kennziffer, die bestimmte Merkmale im Verhältnis zum
Durchschnitt beschreibt.Ein Indexwert größer
100 bedeutet, dass ein Merkmal überproportional
ausgeprägtist.Ein Index von 120
bedeutet beispielsweise, dass der Anteil
derZielgruppe in dem betreffenden Medium um 20%
höher liegt als in der Gesamtbevölkerung.
Intermedial
Bedeutet innerhalb mehrerer, verschiedener Mediengattungen.
Intramedial
Bedeutet innerhalb einer einzigen Mediengattung.
Interne Überschneidungen
Bezeichnet die Überschneidungen der Nutzerschaft bei
Mehrfachbelegung in einund demselben Medium.
[siehe auch externe Überschneidungen]
IVW[Informationsgemeinschaft zur Feststellungder Verbreitung von Werbeträgern e.V.]
Die IVW ist eine Gemeinschaftseinrichtung des
Zentralverbandes der Werbewirtschaft[ZAW]. Als
neutrale Kontrolleinrichtung verfolgt die IVW den Zweck,
vergleichbareund objektive Daten über die
Verbreitung von Werbeträgern bereitzustellen.
Die IVW veröffentlicht jährlich das IVW-Verzeichnis der
Filmtheater mit denoffiziellen IVW-Staffeln.
IVW
Villichgasse 17
D-53177 Bonn
Tel 0228-820 92-150
Fax 0228-36 51 41
www.ivw.de
IVW-Staffel [= IVW-Stufe]
Die IVW-Einstufung eines Kinos gibt Aufschluss über dessen
wöchentliche bzw.jährliche Besucherzahlen und
ist gleichzeitig die Grundlage zur Berechnung
desWochenpreises für Werbefilme [siehe auch
Preisgruppe = PG]
Es werden nur Filmtheater in das IVW-Verzeichnis
aufgenommen, die nachweislichihre
Besucherzahlen an die FFA [Film-Förderungsanstalt] gemeldet haben.
DieIVW lässt regelmäßig Kontrollen durchführen.
Staffel Besucherzahl/Jahr Besucherzahl/Woche
01 bis 26.000 500
02 bis 52.000 1.000
03 bis 78.000 1.500
... ... ...
20 bis 520.000 bis 10.000

Kernnutzer
Eine Person, bei der die Wahrscheinlichkeit der Nutzung
eines Mediums zwischen82% und 100% liegt [p =
0,8252 bis 1,0]. Dies entspricht beispielsweise
demregelmäßigen Leser, der mindestens 10 von 12
Ausgaben gelesen hat.AlsKernnutzer
wird der regelmäßige Kinogänger bezeichnet, der mindestens
einmalim Monat oder öfter ins Kino geht.
Kinoarten
Multiplexe: Hochmoderne, komfortable, mit brillanter Bild-
und Ton-Technik ausgestatteteKinocenter mit
mind. 7 Sälen, die in großzügigen Foyers gastronomische und
andereFreizeitmöglichkeiten, wie Bars und
Kinoshops, anbieten.
Cityplexe: Kleinere Kinocenter, die mit 3-6 Sälen
ausgestattet sind und hinsichtlichTechnik und
Komfort alle Multriplex-Kriterien erfüllen.
Imax-Theater: Kinos, die Aufgrund ihrer sehr großen
Leinwände [bis zu 500 qm]eine überragende
Wirkung in Qualität und Optik erzielen. Stündlich neue Vorstellungen.
Ferienkinos [Sommerkinos]: Kinos in Ferienorten, die nicht
das ganze Jahr übergeöffnet haben; Programm
analog zu Normalkinos.
Filmkunstkinos und Arthouse-Kinos: Diese Kinos zeigen in
erster Linie anspruchsvolleFilmprogramme.
Programmkinos: Kinos mit festem Monatsprogramm, wobei
täglich meist mehrereSpielfilme auf dem
Spielplan stehen.
Open-Air-Kinos: Kino-Events im Sommer, unter freiem Himmel.
Autokinos: Teilweise noch in der Peripherie von Großstädten
mit größerem Einzugsgebietvorzufinden.
Truppenkinos: Kinos, die innerhalb oder in unmittelbarer
Nähe von Kasernen undFliegerhorsten liegen und
dort als gewerbliche kinos betrieben werden.
Sex- / Porno-Kinos: Eindeutiges Programm mit Besuchern im Alter ab 18 Jahren.
Mehrzweckkinos: In Diskotheken gelegene Spielstätten, die
nur teil- oder zeitweiseals Kino genutzt
werden, mit schwankenden Vorstellungszahlen.
Für Multiplexe gibt es unterschiedliche Definitionen. Die
FFA z.B. bezeichneteinen Neubau mit mindestens
7 Kinosälen als Multiplex.
Kinokontrolle
Die IVW lässt stichprobenartig überprüfen [durch Media
Res], ob in FilmtheaternWerbefilme vollständig
und zeitgerecht entsprechend den
Einschaltanweisungenvorgeführt werden. Jedes
Filmtheater bzw. wenigstens ein Filmtheater einer
Abspieleinheitsoll mindestens einmal im Jahr
geprüft werden.
Kreuztabelle [=Kreuzauswertung]
Tabellarische Darstellung und Aufgliederung von
Untersuchungswerten nach gleichzeitigmindestens
2 Merkmalen.Das Programm MDS [Daten = VA / MA]
erstellteine solche Kreuztabellierung unter dem
Menüpunkt "Strukturanalyse"
Kontakt
Ein zentraler Grundbegriff in der Mediaplanung und
Werbeforschung. Der Kontakt[Sehen, Lesen,
Hören] bezeichnet die Berührung, im übertragenen Sinne,
einerPerson mit dem Werbeträger oder mit dem
WerbemittelKontakt im Kinoist der
Kinobesuch
[siehe auch TKP]
Kontaktchance [=Kontaktwahrscheinlichkeit]
Die individuelle Wahrscheinlichkeit der Nutzung eines
Mediums wird als Wahrscheinlichkeitverstanden,
einen Kontakt innerhalb eines bestimmten Zeitraumes mit dem
Mediumzu haben. Dieser Wert wird mit Daten aus
der Mediaforschung [Befragung] undVerfahren der
Wahrscheinlichkeitsrechnung ermittelt.Die
Aussageeines Befragten, er sei 6 mal in 52
Wochen ins Kino gegangen. führt zu
einerBesuchswahrscheinlichkeit [=
Kontaktwahrscheinlich-keit] von 11% [p = 0,11].
Kontaktdosis
Die Anzahl von Kontakten, die innerhalb eines
Werbezeitraumes bei jeder Zielpersonanfallen
sollen. Ein Planungsziel, welches aber nur sehr
schwierigzu bestimmen ist, da es keine
allgemein gültigen Richtlinien gibt.
Kontakthäufigkeit
Die Anzahl von Kontakten, die ein Nutzer mit einem
Werbeträger oder einer Kombinationdieser hat.
Kontaktklasse
Bezeichnet die Zusammenfassung einzelner
Kontakthäufigkeiten zu Gruppen.
DieNetto-Reichweite für die verschiedenen
Laufzeiten wird auf die Häufigkeit
derKinobesuche aufgeteilt.Beispiel:
bei einer Lauf-zeit von 4 Wochengehen x
Personen einmal ins Kino, x Personen gehen zwei mal, x Personen
dreimal, x Personen gehen vier mal und öfter
ins Kino.
Kontaktverteilung [= Kontaktklassenverteilung]
Die Nutzer eines Mediums können unterschiedlich häufig
Kontakt mit diesem gehabthaben, d.h., sie
gehören verschiedenen Kontaktklassen an. Die
Kontaktverteilungzeigt, wie viele Personen auf
die einzelnen Kontaktklassen entfallen, und
dientals Maßstab zur Beurteilung von
Werbewirkung.
Korrelation[engl. = correlation, dt.= Wechselbeziehung]
Statistischer Zusammenhang zwischen zwei oder mehreren Merkmalen
Kumulation [= Kumulationsaufbau]
In der Mediaplanung bedeutet es den Zuwachs an
Brutto-Reichweite / Netto-Reichweite/
Durchschnittskontakten durch mehrfache Belegung eines Mediums. Zwischen
Reichweiten-und Konaktwachstum zeigen sich
bestimmte Zusammenhänge.Der
Kumulationsverlaufist abhängig von Frequenz und
Reichweite.

Launch [engl., dt. = Start, Stapellauf]
Bezeichnet die Markteinführung eines Produktes.
Life-Style [engl., dt. = Lebensstil]
Lebensstile sind Ausdruck einer persönlichen
Selbstdarstellung. Im Lebensstildrücken sich
wirtschaftlicher bzw. sozialer Status, soziale Rolle,
Lebensorientierungund Werthaltung aus.
Die Resultate der Lebensstilforschung ermöglichen die
Beschreibung von Gruppen[Life-Style-Typologie],
die für die Zielgruppenplanung verwendet werden
können.Dabei gibt es eine Vielzahl von
Typologien je nach Forschungsrichtung
[z.B.Typologie von PKW-Fahrern,
Versandhauskäufern].[siehe auch
Typologie,Clusteranalyse]

MA [= Media-Analyse]
Eine von der AG.MA zweimal jährlich durchgeführte
Multi-Media-Analyse mit demZiel, die Leistung
von Werbeträgern und deren Nutzern zu untersuchen.
Erhobenwerden Mediennutzung und
soziodemografische Merkmale.
Die MA-Daten liefert Media-Nutzungsdaten für Zeitschriften,
Zeitungen, Supplements,Konpress [kirchliche
Zeitschriften/Zeitungen], Lesezirkel, Radio, TV und
Kino.Der Kinobesuch wird unter den Printmedien
erfasst.
Die wichtigsten Merkmale der MA sind:
1. Die in der MA erhobenen Reichweiten werden als
allgemeingültige "Medienwährung"in Deutschland
anerkannt.
2. Die Hochrechnung der Angaben auf die Grundgesamtheit.
3. Die Analyse der Nutzerschaft eines Mediums.
4. Zur Erleichterung der Zielgruppenbildung im Rahmen der
Mediaplanung umfasstdie MA auch eine Fülle
soziodemographischer Merkmale, Daten zur
Freizeitaktivität,Haushaltsausstattung,
Einkaufsgewohnheiten u.v.m...
Die MA ist die wichtigste Datenquelle für die Mediaplanung im Kino.
Die Fallzahl beträgt c.a. 26.000 Fälle, die Grundgesamtheit
ist die deutschsprachigeBevölkerung ab 14 Jahre
in Privathaushalten.
Markenbekanntheit [engl. = Brand Awareness]
Begriff aus der Werbewirkungsforschung, der den Anteil der
Personen in einerZielgruppe bezeichnet, die
eine bestimmte Marke kennen.
Marktforschung
Eine effektive Mediaplanung setzt eine solide
Marktforschung über das jeweiligeMarktsegment
bzw. die Zielgruppe, die werbewirksam erreicht werden soll, voraus.
Marktforschung ist die systematische [kurzzeitige oder
kontinuierliche] Analysedes Marktes, um die
gegebene Marktstruktur sowie die spezifischen
Verhaltensweisendes Konsumenten in diesem Markt
aufzuzeigen.
Die CAG-Marktforschung erforscht den Kinomarkt, den
Kinobesucher und den Werbemarkt.Sie arbeitet
u.a. mit den Tools Cinegraph und Semiometrie.
Markt-Media-Analyse
Untersuchung, die Informationen zum Konsumverhalten und zur
Mediennutzung kombiniert.DieVA ist
z.B. eine Markt-Media-Analyse.
MDS [Mediaplanungs-Dialog-System]
Ein für den PC entwickeltes Mediaplanungsprogramm
[Software] Grundlage sinddie Ergebnisse der
bekanntesten Markt-Media-Untersuchungen [z.B. MA / VA]
sowiedie Tarife und Auflagen der Werbeträger.
Das Programm ist eine wichtige Entscheidungshilfe für den
Mediaplaner, da esihm ermöglicht, die o.g.
Ergebnisse, Tarife und Auflagen miteinander zu verknüpfen.
Das MDS System bietet ein breit gefächertes Instrumentarium
der Zielgruppenbestimmungund Reichweitenanalyse
und präsentiert unmittelbar die Kosten- und
Wirkungsalternativenfür beliebig viele und
differenzierte Mediapläne.
Mediaforschung
Bezeichnet eine Forschungsrichtung, um die Wirkung und die
Eigenheiten der Mediensowie deren Nutzer zu
analysieren. Bei werblichen Fragestellungen wird
zwischender Werbeträger- oder der
Werbemittelforschung unterschieden.
Mediagattung
Zu den klassischen Mediagattungen zählen Zeitschriften,
Zeitungen, Runkfunkund Fernsehen. Ihrer
Funktion entsprechend werden diese Medien auch als
Massenmedienbezeichnet. Weiterhin zählen die
Medien Kino, Plakat und Internet hinzu.
Media-Mix
Einsatz verschiedener Werbeträger in einer Kampagne.
[siehe auch Streuplan]
MediaRes
Gesellschaft für Medien-, Markt- und Meinungsforschung. Sie
betreibt u.a. Kinoforschungund führt
Werbekontrollen in Kino und Rundfunk durch [z.B. im Auftrag der IVW]
MediaRes GmbH
Postfach 58
D-76658 Philippsburg
Tel 07256-4314/15
www.mediares-gmbh.de
MKE [Medien-Kontakt-Einheit]
Die Definition einer MKE dient zur Erhebung von Kontakten
mit dem Werbemedium.Bei Pressemedien wird nach
dem letzten Lesen im Erscheinungsintervall
gefragt[Recent-Reading].
Da es beim Kino kein entsprechendes Erscheinungsintervall
gibt, wird eine MKEfür das Kino als Kinobesuch
innerhalb der letzten 7 Tage vor der Befragung
definiert.Fürdas Kino wird die MKE
als Kinobesuch pro Woche bezeichnet.
Dieser Zeitraum entspricht auch der Mindestlaufzeit [1 Spielwoche]

Netto-Reichweite
Die Nutzer eines Mediums oder mehrerer Medien, die
mindestens einmal erreichtwerden [ausgedrückt
in Mio. oder %]. In die Berechnung der
Netto-Reichweitegeht jede Person nur einmal
ein, egal wieviele Kontakte sie mit dem
Werbeträgerhatte.
Formel: Netto-Reichweite in % = Brutto-Reichweite: OTS
[siehe auch Reichweite]
[ Brutto-Reichweite, OTS]
Nielsen Gebiet
Die Gebietsaufteilung der Bundesrepublik nach Bundesländern
zu einem NielsenGebiet unter Berücksichtigung
regionaler Zusammengehörigkeit,
soziodemografischerMerkmale und
Handelsstrukturen der jeweiligen Bundesländer durch A.C. Nielsen.
Beispiel:
Nielsen Gebiet 1: Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen
Nielsen Gebiet 2: Nordrhein-Westfalen
Nutzer
Der Begriff Nutzer bezeichnet jede Person, die ein Medium nutzt.

OMG [Organisation der Media-Agenturen]
Der Verband zur Interessenvertretung der Mediaagenturen im GWA.
OMG
Friedensstr. 11
D-60311 Franktfurt/Main
Tel 069-2560 08-22
Fax 069-2560 08-17
OTS [engl. = Opportunity to see, dt.= Möglichkeit zu sehen]
Ist die englische Bezeichnung für Durchschnittskontakt.

Panel
Repräsentativer Kreis von Personen, Haushalten, dessen
Teilnehmer kontinuierlichzu bestimmten Fragen
interviewt werden bzw. regelmäßig berichten.
Positionierung
Bezeichnet die gezielte Stellung des Werbemittels innerhalb
des Werbeblocks.Im Kino können Werbefilme z.B.
direkt vor dem Hauptfilm geschaltet werden,
sogenannte"Presenter".
Post-Test
Eine Untersuchung, die nach Abschluss einer Werbemaßnahme
durchgeführt wird, um deren Werbewirkung zu prüfe[Kampagnenkontrolle]
[siehe auch Pre-Test]
Potenzial [dt. = Gesamtheit aller verfügbarenZielpersonen]
Bezogen auf eine Werbekampagne bezeichnet das Potenzial die
Menge der verfügbarenPersonen in der
Zielgruppe.Wird z.B. in Deutschland bundesweit
geschaltet,beträgt das Potenzial in der
Zielgruppe der 14-29 jährigen 13,1 Mio. Personen.
Preisgruppe[= PG]
Die Einstufung buchbarer Abspieleinheiten in eine
Preisgruppe erfolgt auf Grundlageder
Besucherzahlen [siehe auch IVW-Staffeln]. Dabei werden auch nicht an
dieIVW gemeldete sowie neueröffnete Theater in
eine Preisgruppe eingestuft.
DerSekundenwochenpreis wird wie folgt berechnet:
Formel: Sek./Wochenpreis = Preisgruppe x Grundpreis.
Zur Berechnung von Besucherzahlen auf Grundlage von
Preisgruppen nur halb zurBerechnung angesetzt,
da eine Vollbelegung des Kinos bzw. der
Abspieleinheitnicht immer vorausgesetzt werden
kann.
Besuch/Wo = [Preisgruppe x 500] - 250
Pre-Test
Untersuchung, die vor Beginn einer Werbemaßnahme
durchgeführt wird, um derenAkzeptanz und
vermutliche Wirkung zu prüfen.
[siehe auch Post-Test]
Prime-Time [engl., dt. = Haupteinschaltzeit]
Gemeint ist die Hauptsendezeit in der Fernseh-branche, in der Regel von 20.00bis 23.00 Uhr.
Die Prime-Time im Kino entspricht der Hauptvorstellung um
20 Uhr. LautFFA Studie 1/2001
gehen die deutschen Bundesbürger am liebsten am Samstag
abendum 20 Uhr ins Kino.
Pulsation [engl., dt. = Pulsieren, Pulsschlag]
Bezeichnet einen Werbeauftritt in unterschiedlicher
Intensität, um die Werbewirkungzu steigern.
Dazu wird eine Werbebotschaft zunächst über intensivere
Kontaktedurchgesetzt. Nach Durchsetzung der
Botschaft, wird die Intensität
reduziert.Vorraussetzung für die reduzierte
Ansprache ist, dass die vorher gelernte
Botschaftim Gedächtnis noch leicht abrufbar ist
und dass die erreichten Personen in derersten
Phase auch mit der intensiveren Form häufig genug Kontakt hatten.
p-Wert
Eine statistische Prüfgröße, welche die Wahrscheinlichkeit
angibt, mit der einermittelter Stichprobenwert
[in gewissen Schwankungsbreiten] dem Wert in
derGrundgesamtheit entspricht.
p-Werte liegen immer zwischen 0 und 1. In der Regel gelten
p-Werte kleiner gleich0,95 als statistisch
signifikant [= gesichert].
Je kleiner der p-Wert, desto zufälliger ist der in der
Stichprobe ermittelteWert. Man kann nie von
einer 100 prozentigen Sicherheit ausgehen, da
statistischimmer eine Irrtumswahrscheinlichkeit
besteht [bei einem p-Wert von 0,99 beträgtdiese
0,01]Ein p-Wert von 0,99 bedeutet, dass der
Stichprobenwertzu 99% dem Wert in der
Grundgesamtheit entspricht.

Quantitative Forschung
Bezeichnet die Untersuchung mit dem Ziel, Größenordnungen,
Häufigkeiten undIntensitäten zu ermitteln,
meist im Rahmen von Repräsentativbefragungen.
EinPrototyp einer quantitativen Analyse ist
z.B. eine Media-Analyse.
Typisch für die quantitative Forschung ist die maximal
mögliche Standardisierungvon Fragebogen und
Interviewverhalten.
Die Frequenzabfrage zum Kinobesuch in der MA ist beispielsweise eine quantitativeMessung.
Qualitative Forschung
Eine Forschungsrichtung mit dem Ziel, Bewertungen,
Motivationen, Einstellungen,Funktionen und
Vorstellungsbilder zu ermitteln, gegebenenfalls unter
Verzichtauf exakte Größenordnung oder
Repräsentativität. Qualitative Forschung ist
ander persönlichen Sichtweise, an den
Sinndeutungen des Befragten interessiert.Der
Sinn qualitativer Untersuchungen liegt vorrangig in der Erfassung
subjektiverTatbestände. Im Gegensatz dazu steht
die quantitative Forschung.
Qualitative Methoden sind beispielsweise die im Rahmen der
CAG-Genreforschungdurchgeführten
Gruppendiskussionen.
Quotenstichprobe [= Quota-Stichprobe]
Ist ein Verfahren der bewussten Auswahl, da die Stichprobe
nach genau vorgegebenenRegeln ausgewählt wird.
Die Teilnehmer werden aufgrund soziodemografischer
Merkmaleoder anderer Kriterien ausgewählt.
Die Quotierung erfolgt aufgrund gesicherter Erkenntnisse
über Verteilungen inder Grundgesamtheit, um ein
Abbild der Grundgesamtheit in der Stichprobe
zurepräsentieren. Dieses Auswahlverfahren
entspricht keiner reinen Zufallsauswahl.
[siehe auch Zufallsstichprobe]
Eine Quote ist eine Merkmalsverteilung z.B. das Merkmal
Geschlecht: 54% Frauen,46% Männer in der
Grundgesamtheit.

Rabatt
Ein Preisnachlass, den die Medien den Werbungtreibenenden
für die Abnahme bestimmterVolumina an
Werbezeiten gewähren. [Mengenrabatt, Längenrabatt,
Sommerrabattetc.]
Rangreihe
Bezeichnet eine auf- oder absteigende Anordnung von Werten.
In der Mediaplanungist es meist die Sortierung
von Medien oder Werbeblöcken nach ihrer Größe
vonTKP oder GRP.
Recall [engl., dt. = ZielgruppenspezifischerKontaktsummenanteil]
Begriff aus der Werbewirkungsforschung. Recall bedeutet die
Erinnerung an Werbmittelund deren Inhalte. Die
Abfrage erfolgt ungeschützt [ohne Nennung des
Werbemittels]oder geschützt [mit Nennung des
Werbemittels]
[siehe auch Recognition]
Recognition [engl., dt. = Wiedererkennung]
Begriff aus der Werbewirkungsforschung. Recognition
bedeutet die Wiedererkennungvon Werbemitteln
und deren Inhalte nach Vorlage des Objekts.
Reichweite [engl., dt. = Einzelquelle]
Anteil der Zielpersonen, die durch einen Werbeträger oder
durch eine Werbeträger-Kombinationerreicht
werden.
[siehe auch Brutto-Reichweite und Netto- Reichweite]
Relaunch
Die Überarbeitung bzw. Erneuerung eines alten Produktes,
Unternehmens- oderWerbeauftritts, wobei
wesentliche Erscheinungsmerkmale geändert
werden.Beispielsweiseeine neue
Gestaltung des Produktes oder der Verpackung.
Reminder-Werbung [= Tandem-Werbung]
Bezeichnet die Wiederholung eines Spots bzw. ein Teil des
Spots im gleichenWerbeblock. Der Reminder soll
die Aufmerksamkeit und den Erinnerungswert
[Recall]einer Werbung erhöhen.
Repräsentativität
Bedeutet für die Grundgesamtheit stehend. Um die Ergebnisse
einer Stichprobe[in gewissen
Genauigkeitsgrenzen] auf die Grundgesamtheit übertragen zu
können,soll die Stichprobe zufällig gezogen
sein und genügend Fälle enthalten.
Response [engl., dt. = Antwort]
Die Reaktion von Zielpersonen nach direkter Ansprache.

Semiometrie
Semiometrie beschreibt Konsumenten einer Marke oder eines
Mediums entsprechendihrer kulturellen Werte, da
allein soziodemografische Merkmale nicht immer
ausreichen,um eine Zielgruppe zu beschreiben.
Das Instrument geht davon aus, dass
Kauf-,Konsum- und Mediaverhalten in starkem
Maße auch von Wertestrukturen geprägtwerden.
Einerseits erfolgt eine Befragung zu Markenverwendung und
Mediennutzung,andererseits eine Bewertung von
210 kulturell bedeutungsvollen Begriffen,
diesich einer Wertestruktur
unterordnen.Die Semiometrie
beantwortetdie Frage: "Was passt wozu?"
Aufgrund gegensätzlicher bzw. übereinstimmender
Wertevorstellungen zwischenMarke und Medium
kann festgestellt werden, für welches Produkt oder welche
MarkeKino ein optimales Werbeumfeld darstellt.
Die CAG-Marktforschung nutzt Semiometrie als Tool zur
Zielgruppenbeschreibungund zur Vermarktung von
Kinowerbezeiten.
Share of Advertising [engl., dt. = Werbekostenanteil]
Der Anteil des eigenen Werbevolumens am Gesamtwerbeetat der
Konkurrenz im
entsprechendenMarkt.Bezieht sich
nur auf das eingesetze Geld.
Share of Voice
[engl., dt. = Zielgruppenspezifischer Kontaktsummenanteil]
Anteil der Werbekontakte der Eigenmarke an den
Gesamtkontakten des Produktfeldes.Dabei werden
zunächst die Kontaktsummen der Marken über sämtliche
Zielpersonen,dann der Kontaktanteil berechnet.
Share of Voice stellt also nicht die
Kontaktanteilepro Zielperson fest, sondern
berechnet nur die Insgesamt-Kontomenge der
Marken.Shareof Voice ist eine
Brutto-Berechnung auf Kontaktsummen-Basis.
Share of Mind
[engl., dt. = Zielpersonenspezifischer Werbedruckanteil]
Anteil der Werbekontakte der Eigenmarke an den
Gesamtkontakten des Produktfeldes- je
Zielperson berechnet. Dann werden die Anteile aller Zielpersonen
addiertund auf alle Zielpersonen prozentuiert.
Share of Mind ist also ein Maß für
dendurchschnittlichen, individuellen, relativen
Werbedruck.Share ofMind ist eine
Netto-Analyse der Kontakte und ihrer Verteilung berechnet
überpersonenbezogene Informationen.
Single Source [engl., dt. = Einzelquelle]
Sind Daten, welche aus ein und derselben Erhebung stammen.
In der Mediaforschungbezeichnet Single Source
insbesondere Erhebungen, in denen die Befragten
sowohlnach ihrem Konsumverhalten als auch nach
ihrem Kommunikationsverhalten gefragtwerden.
soziodemografische Merkmale
Quantitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe
unter sozialen und
wirtschaftlichenGesichtspunkten wie Geschlecht,
Alter, Einkommen, Familienstand, Haushaltsgröße.
soziopsychologische Merkmale
Quantitative Merkmale zur Beschreibung einer Zielgruppe wie Verhalten, Einstellungusw..
Stichprobe
Auswahl einer Untersuchungseinheit aus der Grundgesamtheit
nach bestimmten Auswahlverfahren.Sie liefert
Schätzwerte für die Gegebenheit in der Grundgesamtheit.
[siehe auch Repräsentativität]
Streuplan
Zeigt die Verteilung einzelner Werbemaßnahmen innerhalb
einer Werbeplanung,d.h. zu welchem Zeitpunkt,
in welchem Zeitraum, mit welcher Frequenz und
inwelchen Werbeträgern, welche Werbemittel
eingesetzt werden.
Streuverlust
[= Fehlstreuung]
Strukturwert
Der Prozentanteil einer Teilzielgruppe an der Gesamtzahl der Zielpersonen.

Tandem-Werbung [Radio, TV, Zeitschriftenetc.]
Eine vom Burda-Verlag jährlich durchgeführte
Markt-Media-Analyse mit dem Ziel,die
Medienunterstützung und das Konsumverhalten der Erwachsenen ab 14
Jahrezu untersuchen. Sie beinhaltet ein breites
Spektrum von Fragen zu Life-Style,Produkt- und
Markenverwendung.Der bedeutende Unterschied zur
MAbesteht darin, dass der Kinobesuch in der TdW
unter Freizeitbeschäftigung undnicht unter
Mediennutzung fällt. Darüber hinaus wird Kinobesuch nur
"weich"abgefragt, d.h. ohne quantitativen
Zeitbezug [mache ich überhaupt nicht - macheich
regelmäßig/intensiv].
TKP [= Tausend-Kontakt-Preis]
Diese Kennziffer sagt aus, wie hoch die Kosten sind, um
1.000 Kontakte in derZielgruppe zu erreichen.
Der TKP gilt als Maßstab für die Rentabilität
einesMediums.
Formel: TKP = Kosten [€] x 1000 : Brutto-Reichweite
TNP [= Tausend-Nutzer-Preis]
Sagt aus, wie hoch die Kosten sind, um 1.000 Personen in der Zielgruppe zu erreichen.
Formel: TNP = Kosten [€] x 1000 : Netto-Reichweite
Tool [=engl., dt. = Instrument, Werkzeug]
Begriff aus der Marktforschung für eingesetze Instrumentarien, Techniken undVerfahren.
Typologie
Ein Begriff, der Merkmalsträger klassifiziert. Dabei werden
die Merkmalsträgerzu Gruppen zusammengefasst,
die in sich möglichst ähnlich sind, die
Gruppenaber untereinander möglichst verschieden
sind. Als Verfahren kommt beispielsweisedie
Clusteranalyse zur Anwendung.

VA [= Verbraucher-Analyse]
Vom Bauer- und Springer-Verlag zweimal jährlich
durchgeführte Markt-Media-Analysemit dem Ziel,
die Mediennutzung und das Konsumverhalten zu untersuchen
[ein breites Spektrum von Fragen zu Lifestyle, Produkt- und
Markenverwendung,Anschaffungsabsicht]. Die
Fallzahl in der VA beträgt ca. 30.000Fälle, die
Grundgesamtheit bildet die deutschsprachige Bevölkerung ab 14
Jahrenin Privathaushalten. Seit 2000 wird
Kinobesuch in der VA erfasst.

Wahrscheinlichkeit
Ein Begriff aus der Statistik. Bei einer größeren Serie von
Würfen mit einemWürfel zeigt sich eine gewisse
Gesetzmäßigkeit: Die Häufigkeit, dass ein
bestimmtesEreignis [z.B. das Würfeln einer 6]
eintritt, schwankt um einen festen Wert.Diese
feste Zahl wird als Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des
Ereignissesbezeichnet. Die Abweichung von
diesem Wert werden einer wachsenden Reihe
vonWürfen immer kleiner.
[siehe auch p-Wert]
Wear-out [engl., dt. = abnutzen, ermüden]
Eine aufgrund von stetig wiederholter Werbung eintretende
Ermüdung der Umworbenen,die zu einem Nachlassen
der positiven Werbewirkung und sogar zu einer
deutlichenVerschlechterung der Erinnerung an
die Werbung führt.
Weitester Nutzerkreis[WNK]
Zum WNK für den Werbeträger Kino zählen alle Personen, die
innerhalb der letzen12 Monate wenigstens einmal
im Kino waren.
Werbeblock [= Werbeinsel]
Die Aneinanderreihung mindestens zweier Werbefilme wird als
Werbeblock bezeichnet.Je nach Platzierung zur
Sendung / zum Film unterscheidet man Flankierer
oderScharmierinseln [vor oder nach einer
Sendung / eines Films].
Unterbrecher-Werbeblöckesind Werbeblöcke, die
innerhalb einer Sendung platziert sind.
Werbedruck
Das Ausmaß der Konfrontation der Zielgruppe mit
Werbeträgern und Werbemitteln.Die Messung
erfolgt durch Befragung oder durch Feststellung des
finanziellenVolumens für Werbeaufwendungen
innerhalb eines bestimmten Zeitraumes.
Werbemittel
Ist die Form einer Werbebotschaft, z.B. Werbefilm, Kinospot, Dia, TV-Spot, Anzeige,Plakat.
[=siehe auch Werbeträger]
Werbetracking
Kampagnenbegleitende Untersuchung in zwei oder mehreren
Erhebungswellen zurKontrolle der Werbewirkung.
Werbeträger
Bezeichnet das Medium, mit dem Werbebotschaften übermittelt
werden, z.B. Kino,Fernsehen, Funk, Zeitung und
Zeitschriften.
[siehe auch Werbemittel]
Werbewirkung
Bedeutet die Bezeichnung zwischen Werbeinstrument/en und
dem Verhalten der Umworbenen.Werbewirkung ist
das Ausmaß, in welcher Qualität die Werbebotschaft an den
Empfängergelangt. Die Wirkung kann als Werbe-
oder Markenbekanntheit, Markensympathie,Image,
Kaufabsicht, Kauf etc. gemessen werden.
Die Werbewirkung scheint von unzähligen Einflussfaktoren
abzuhängen [wie z.B.Werbeträger, Werbemittel,
Kontakthäufigkeit], die zudem noch untereinander
wirken.Die Analyse der Einflussfaktoren ist im
Ergebnis immer noch problematisch, d.h.es ist
nicht eindeutig, wem welche Wirkungsanteile zugeschrieben werden können.
Der idealtypische Wirkungsablauf von Werbung ist:
1. Werbung muss den Empfänger erreichen.
2. Werbung muss Aufmerksamkeit gewinnen.
3. Werbung muss positive Reaktionen hervorrufen, gefallen und Kauf auflösen.
Die CAG-Marktforschung bietet das Tool Cinegraph zur Untersuchung der Werbewirkungan.
[siehe auch Recall und Recognition]
Werbewirkungsforschung
Es gibt keine umfassende Theorie der Werbewirkung. Die von
der Werbewirkungsforschungbis heute vorgelegten
Modelle repräsentieren jeweils unterschiedliche
Ausschnitteaus dem komplexen
Wirkungszusammenhang der Werbung.
Je nach zugrunde liegendem Modell gibt es eine Vielzahl von Nachweisverfahren.
Die Werbewirkungsforschung beschäftigt sich im Bereich der
Mediaplanung u.a.mit der Frage, welche
Kontaktdosis pro Person Werbewirkung bringt.
Wirksame Reichweite
Der Teil der gesamten Reichweite eines Werbeträgers, durch
den eine Zielgruppezielgenau und ohne jegliche
Streuverluste angesprochen wird. Nur solche
Personengelten als wirksam erreicht, die eine
Minderzahl an Kontaktchancen erhalten.

ZAW [Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e.V.]
Als Dachverband der deutschen Werbewirtschaft koordiniert der ZAW die
Interessen innerhalb der Branche und vertritt sie nach außen. Der
Verband stellt jährlich die Netto-Werbeaufwendungen aller
Mediengattungen und Werbeträger fest.
ZAW
Villichgasse 17
D-53177 Bonn
Tel. 0228-82092
Fax. 0228-357583
www.zaw.de
Zielgruppe
Eine nach bestimmten Merkmalen [soziodemographisch, soziopsychologisch]
definierte Personengruppe, die durch Werbemaßnahmen angesprochen werden
soll.Die Kernzielgruppe im Kino ist die Altersgruppe der 14 bis
29 jährigen.
Zufallsstichprobe [=Random-Stichprobe]
Eine Stichprobe, die durch reine Zufallsauswahl der zu befragenden
Personen gebildet wird. Dabei muss jedes Element der Grundgesamtheit
eine Auswahlchance [Wahrscheinlichkeit] größer 0 haben, in die
Stichprobe zu gelangen.[siehe auch Quoten-Stichprobe]
|